Lebenswelten

Eine Fotoarbeit

Fotos - Einblicke in Privaträume eines 

Künstlers, Managers, in ein Ferienhaus der 70er Jahre und in einen Bauwagen.

2016 - 2018 ließen sie mich in ihre Wohnungen und frei fotografieren. Dabei kam diese Fotopräsentation zustande, die ich 2019 erstmals im SchauRaum im Ackermannbogen, München ausstellte.

Auflage 50 Exemplare, 32 Seiten,  2019, erhältlich mit Vorkasse per e-mail, 5 € Unkostenbeitrag + Versandpauschale

Auszug aus Lebenswelten: 

 

Meine Motivation:

Seit 30 Jahren bewege ich mich unter den Kreativen sowie in der „Kunstszene“ und feile immer noch an einer Defnition was Kunst eigentlich ist, sein soll oder sein möchte. Ich diskutiere längst nicht mehr über die Frage „Was ist Kunst“. Doch als ich in das verlassene Ferienhaus eines Freundes durfte, wußte ich, wenn es Kunst gibt, dann gehört dieses Haus dazu! Warum?

In erster Linie hat mich die erhaltene Originaliät der Einrichtung und der Sekundärarchitektur fasziniert. Ein scharfes Profil und Zeugnis der 1980er Jahre. Alles erinnerte mich an meine Jugend. Wie chic, ein „Haustelefon“ in den einzelnen Stockwerken zu haben, in jedem Zimmer ein Waschbecken und natürlich mehrere Badezimmer um einen Stau zu vermeiden. Fasziniert von der erhaltenen 

Originalität und der Zeitreise in eine vergangene Zeit, wollte ich die Eindrücke festhalten und retten. 

Die Fotos des Hauses, entfremdet, sowie entlebt hinterlassen bei mir faszinierende und beklemmende Gefühle, ganz anders als von den Bewohnern gedacht. Sie bewegen etwas in mir! 

Es blieb nicht bei dem Haus. Ich erzählte meinem sehr guten Freund und Kollegen davon und sagte dabei, dass auch seine Wohnung sehr spannend sei und Dokumentationsreife hätte. Da er meinen Projekten immer aufge- schlossen war, erteilte er mir die Erlaubnis, wann und wie ich will zu fotografieren. Mehrmals fragte ich ihn nachher, ob er seine Zusage nicht lieber wieder zurückziehen wolle, aber er bleibt bis heute dabei. So kam eines zum andern, der nächste Künstlerfreund stimmte bereitwillig zu und ich dachte, vielleicht könnte eine Reihe von Fotos in Wohnungen von Künstlern entstehen? 

Doch die Idee verwarf ich wieder, ich wollte nicht voyeuristisch auftreten. Die wenigen Lebenswelten, die sich aus Begebenheiten heraus ergaben, reichten mir aus, auch von Nicht-Künstlern. 

Gerade die Unterschiede finde ich reizvoll. So wie eben Menschen sind. Hier sind es besonders individuelle Menschen und so sind es Einblicke in sehr individuelle Lebenswelten. Mitten unter uns. 

Bei allen Protagonisten der Fotoreihe bedanke ich mich sehr sehr herzlich für ihre Bereitschaft mitzumachen. 

Hilo Fuchs, 2019